Der Chef der SA  Ernst Röhm 1934 in München
Parolen der NSDAP tönten über den . Volksempfänger durchs ganze Reich

Biografie

Kurz vorm Selbstmord  1934
1887-1934
Himmler & Röhm SA & SS

SS Führer Heinrich Himmler stürzt den Chef der SA 1934 im s.g. Röhm-Putsch

 


Ernst Julius Röhm wurde am 28. November 1887 als Sohn eines führenden Eisenbahnfunktionärs in München geboren.

Nach dem Besuch des Gymnasiums schlug er ab 1906 die militärische Laufbahn ein. Als Berufsoffizier nahm Röhm am Ersten Weltkrieg 1914-1918 teil und wurde mehrfach verwundet.

Nach der deutschen Niederlage blieb Röhm zunächst in der Reichswehr als Hauptmann in München eingesetzt, wo er u.a. das militärische Waffenlager betreute. In dieser Funktion geriet er durch seine Kontakte zu Wehrverbänden 1919 auch in Verbindung zu Adolf Hitler, mit dem er Freundschaft schloß.

1923 beteiligte sich daher Röhm mit seinem Wehrverband “Reichskriegsflagge” am Putschversuch Hitlers gegen die Weimarer Demokratie.

Nach dem Scheitern der Aktion sah er sich aus der Reichswehr ausgeschlossen und 1924 wegen Hochverrats zu mehrmonatiger Festungshaft auf Bewährung verurteilt. Der Initiator des Putschversuchs, AdolfHitler, wurde zu mehrjähriger Festungshaft verurteilt, die er in Landsberg verbüßte.

Noch 1924 gründete Röhm den “Frontbann”, einen Dachverband aller völkischen Wehrverbände, den er bis zu Hitlers Haftentlassung auch leitete. Ebenfalls im selben Jahr zog er für die Deutsch-völkische Freiheitspartei in den Reichstag ein.

1928-1930 verbrachte Röhm als Truppenausbilder in Bolivien. Infolge einer Revolte der Berliner SA wurde Röhm im September 1930 von Hitler zurückgerufen und im Januar des folgenden Jahres zum Obersten Stabsführer der SA ernannt.

Als solcher trieb er den Ausbau der “Sturmabteilung” (SA) voran, in die er die unzufriedene und arbeitslose Arbeiterjugend der großen Städte massenhaft integrierte. Die SA entwickelte sich unter Röhms Führung zu einer Art “Volksarmee” aus Straßenkämpfern und Schlägern, die in den Jahren 1930-1933 mit skrupelloser Brutalität den öffentlichen Raum für AdolfHitler und die NSDAP eroberte.

Infolge der nationalsozialistischen Machtübernahme vom Januar 1933 stieg der SA-Chef zunächst zum Reichsminister ohne Geschäftsbereich und zum bayerischen Staatsminister auf. Nun entwickelten sich aber zunehmend Differenzen zwischen ihm und seinem langjährigen Freund Hitler, der den Ausbau der SA zu einer “Volksarmee” und Konkurrenztruppe zur Reichswehr jetzt nicht mehr dulden wollte.

Der “Führer” entledigte sich der zunehmend unkontrollierbar werdenden Konkurrenz, indem er Röhm am 30.6.1934 unter dem Scheinvorwurf des Hochverrats verhaften ließ.

Gegenüber der Öffentlichkeit führte man als Begründung für diesen Schritt einen von Röhm und seiner SA beabsichtigten Putsch ins Feld. Der sogenannte “Röhm-Putsch” war jedoch ein von den Gegnern des SA-Führers konstruiertes Szenario.

Zusammen mit der nun auch gezielt in der Öffentlichkeit verbreiteten Bekanntgabe der Homosexualität Röhms, an der zuvor niemand Anstoß genommen hatte, sollte die Putschlegende zur Verunglimpfung des unliebsam gewordenen SA-Führers beitragen.

Hitler ließ Ernst Julius Röhm, nachdem dieser einen Selbstmord verweigert hatte, am 1.7.1934 in der Münchener Strafanstalt Stadelheim erschießen.

Bezugsquelle : rasscass.com

 

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SA Chef Ernst Röhm