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Islam und Weltfrieden von Sascha Pankratz
I . Einleitung II. Geschichte des Islam III. Islam und der Koran IV. Islam und Weltfrieden
Das Wort Islam" kann man aus dem arabischen mit Begriffen
wie Hingabe, Ergebenheit, Unterwerfung" übersetzten. II. Geschichte des Islam Der Islam hatte seine Blütezeit im Mittelalter. Nachdem er knapp ein halbes Jahrtausend lang die unangefochten am weitesten entwickelte Zivilisation war kam es zum ersten Kräftemessen zwischen Christen und Muslimen. In dem christlich - islamischen Konflikt mussten die Kreuzfahrer sich
nach Jahre langem Krieg den Mussliemen geschlagen geben. Kurze Zeit später
als die Mongolen mit ihrem gewaltigen Sturm auch noch diese Reste des
arabisch islamischen Reiches überrannten, hatten nun die Türken
und die Mongolen die Vormachtstellung in der Region. Die Welt das Islam
zerfiel damals in viele Kleinstaaten mit vielen Emiren und Lokalfürsten.
Einer dieser Lokalfürsten der Türke Emir Omar erobert 1281 bis
1324 weite teile des Islamischen Imperiums zurück und legt damit
den Grundstein für das Osmanisches Reich. Die Osmanen erobern Serbien,
Bosnien, Griechenland bezwingen die Perser und auf dem Höhepunkt
ihrer Macht zerschlagen sie 1526 die Ungarische Armee und stehen 3 Jahre
später vor den Toren Wiens. Doch die Belagerung Wiens scheitert und
so endet das Zeitalter des euro-islamischen Kräftegleichgewichts
mit einem Sieg Europas. Europa hat die Islamische Welt mit seiner Technik
und Entwicklung (auch Waffentechnik) schon längst überholt.
Nachdem die Osmanen Jahrhunderte lang eroberten so wurden sie nun selber
zum eroberten. Durch die Kolonialisierung entsteht die Strömung des Panislamismus, der eine exklusiv islamische Solidarität, gleichsam die Vereinigung der islamischen Völker gegen die europäische Kolonialherrschaft meint. Ähnlich der deutschen Konzeption einer Kulturnation streben die Muslime in den sechziger und siebziger Jahren des 19. Jahrhunderts nach einer Einheitsfront der muslimischen Völker gegen die gemeinsame Bedrohung der christlichen Reiche. Im Jahre 1920, in dem französischen Truppen in Syrien einmarschieren,
scheint der Triumph Europas über den Islam restlos und endgültig
zu sein. 1924 zerfällt das Osmanische Reich schließlich völlig,
und die türkische säkulare Republik ausgerufen. Unter dem Reformer
Kemal Atatürk wird sie sich ab jetzt in das europäische Mächtekonzert
einreihen. Nur noch ein weiterer islamischer Staat kann neben der Türkei
seine Unabhängigkeit wahren: der Iran. (Ich könnte noch fortfahren doch das wurde den Rahmen sprengen) Im Islam bilden Individuum und Gesellschaft, Religion und Politik, Gesetz
und Moral eine Einheit. Der Muslim - ob Mann oder Frau - ist gegenüber
sich selbst und seiner Gemeinschaft verantwortlich (vgl. Koran 9:71).
Es ist ihm daher von Gott auferlegt worden, Gutes zu gebieten und Schlechtes
zu verwehren, soweit dies in seiner Macht steht.
Da in vielen Islamischen Ländern noch lange keine Modernisierung
zu erwarten ist, muss man im Islam mit einem gewissen Gewaltpotential
auch heute noch rechnen .Ohne Modernisierung keine Säkularisierung
also keine Trennung von Staat und Kirche. Aber gerade an dieser Modernisierung
sind viele Führer des Islams gar nicht interessiert. Islamisten und
besonders islamische Fundamentalisten versuchen sozusagen ,die Entzauberung
der Welt rückgängig zu machen; nicht mehr Wissenschaft, Technik
und Rationalität sollen die dominierende Sicht der Dinge sein, sondern
der Mensch soll sich wieder einer übernatürlichen, göttlichen
Macht unterwerfen .Paradox erscheint dabei, dass sie in ihrem Kampf gegen
den Westen sich dabei genau dieser modernen Wissenschaften und Techniken
(Waffentechniken) bedienen. Streng gläubige Menschen die keine Möglichkeiten
haben, aufgrund von mangelnden Informationen sich eine Objektive Sicht
der Dinge verschaffen können, laufen immer Gefahr sich zum Werkzeug
von extremistischen Führern machen zu lassen. Extremisten wie Osama
bin Laden oder ein Sadam Hussain verstehen sich als religiöse Führer
und verweisen oft auf die Islamische Geschichte und ihre Unterdrückung
durch das Christentum und die Ausbeutung durch den Westen. Abschließend möchte ich aber erwähnen, dass Alle Menschen, gleich welcher Religion sie angehören, gut daran tun, sich mit der Zweideutigkeit aller Religion selbstkritisch auseinander zu setzen. Religion kann segensreich wirken, aber auch zur Quelle von Fanatismus und Verderben werden. Religionen sind eben keineswegs in jedem Fall der Schlüssel zum Weltfrieden oder die Basis für ein Weltethos.
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