Islam und Weltfrieden

von Sascha Pankratz

 

 

I . Einleitung

II. Geschichte des Islam

III. Islam und der Koran

IV. Islam und Weltfrieden


I. Einleitung

Das Wort „Islam" kann man aus dem arabischen mit Begriffen wie „Hingabe, Ergebenheit, Unterwerfung" übersetzten.
Die islamische Geschichte beginnt in der Überlieferung mit einem exakten Datum: mit dem Jahr der islamischen Offenbarung durch den Propheten Mohammed, 610 v.Chr.
Zuvor hatte es auf dem Gebiet der heutigen Arabischen Halbinsel zahlreiche Beduinenstämme gegeben die sich gegeneinander bekämpften.
Der letzte Prophet Mohammed, der die Stamme zur „Islamischen Umma “ einte hat für die Muslime nicht nur verbindliche Glaubensdinge sondern auch als Staatsoberhaupt Richtlinien für Staat und Verwaltung erlassen.

II. Geschichte des Islam

Der Islam hatte seine Blütezeit im Mittelalter. Nachdem er knapp ein halbes Jahrtausend lang die unangefochten am weitesten entwickelte Zivilisation war kam es zum ersten Kräftemessen zwischen Christen und Muslimen.

In dem christlich - islamischen Konflikt mussten die Kreuzfahrer sich nach Jahre langem Krieg den Mussliemen geschlagen geben. Kurze Zeit später als die Mongolen mit ihrem gewaltigen Sturm auch noch diese Reste des arabisch islamischen Reiches überrannten, hatten nun die Türken und die Mongolen die Vormachtstellung in der Region. Die Welt das Islam zerfiel damals in viele Kleinstaaten mit vielen Emiren und Lokalfürsten. Einer dieser Lokalfürsten der Türke Emir Omar erobert 1281 bis 1324 weite teile des Islamischen Imperiums zurück und legt damit den Grundstein für das Osmanisches Reich. Die Osmanen erobern Serbien, Bosnien, Griechenland bezwingen die Perser und auf dem Höhepunkt ihrer Macht zerschlagen sie 1526 die Ungarische Armee und stehen 3 Jahre später vor den Toren Wiens. Doch die Belagerung Wiens scheitert und so endet das Zeitalter des euro-islamischen Kräftegleichgewichts mit einem Sieg Europas. Europa hat die Islamische Welt mit seiner Technik und Entwicklung (auch Waffentechnik) schon längst überholt. Nachdem die Osmanen Jahrhunderte lang eroberten so wurden sie nun selber zum eroberten.
Die Übermacht Europas offenbart sich schließlich daran, dass das Christentum gegen Ende
des 18. Jahrhunderts die islamischen Gebiete mehr oder weniger als ihr Beutegut wahr-
nimmt, , bei der es im wesentlichen darum geht, die territorialen Beutestücke des geschwächten Reiches auf dem Balkan, im Nahen Osten und in Nordafrika untereinander aufzuteilen. 1881 besetzen die Franzosen Tunesien und im Folgejahr marschieren die Briten in Ägypten ein. Auch Deutschland meldet allmählich Interesse an.

Durch die Kolonialisierung entsteht die Strömung des Panislamismus, der eine exklusiv islamische Solidarität, gleichsam die Vereinigung der islamischen Völker gegen die europäische Kolonialherrschaft meint. Ähnlich der deutschen Konzeption einer Kulturnation streben die Muslime in den sechziger und siebziger Jahren des 19. Jahrhunderts nach einer Einheitsfront der muslimischen Völker gegen die gemeinsame Bedrohung der christlichen Reiche.

Im Jahre 1920, in dem französischen Truppen in Syrien einmarschieren, scheint der Triumph Europas über den Islam restlos und endgültig zu sein. 1924 zerfällt das Osmanische Reich schließlich völlig, und die türkische säkulare Republik ausgerufen. Unter dem Reformer Kemal Atatürk wird sie sich ab jetzt in das europäische Mächtekonzert einreihen. Nur noch ein weiterer islamischer Staat kann neben der Türkei seine Unabhängigkeit wahren: der Iran.
Was von dieser Geschichte blieb, waren sehr tiefe, nie verheilte Wunden der Araber und das Syndrom einer gegen sie gerichteten westlichen Verschwörung.

(Ich könnte noch fortfahren doch das wurde den Rahmen sprengen)


III. Islam und der Koran

Im Islam bilden Individuum und Gesellschaft, Religion und Politik, Gesetz und Moral eine Einheit. Der Muslim - ob Mann oder Frau - ist gegenüber sich selbst und seiner Gemeinschaft verantwortlich (vgl. Koran 9:71). Es ist ihm daher von Gott auferlegt worden, Gutes zu gebieten und Schlechtes zu verwehren, soweit dies in seiner Macht steht.
Das Leben auf dieser Erde stellt in diesem Sinne eine Prüfung dar, in der die Weichen für das jenseitige Leben gestellt werden. Am „Tage des Gerichts" wird der Mensch für seine Taten von Gott zur Rechenschaft gezogen werden. Niemandem wird dabei nur das geringste Unrecht geschehen: „Wer Gutes im Gewicht eines Stäubchens getan, wird es sehen; und wer Böses im Gewicht eines Stäubchens getan, der wird es ebenfalls sehen." (Koran 99:8). Am Ende stehen dann das Leben im Paradies oder in der Hölle. Die Barmherzigkeit Gottes wird dabei den aufrichtig Bereuenden zugute kommen. Ob Mann oder Frau, schwarz oder weiss, arm oder reich denselben Stellenwert vor Gott und dem Gesetz (Koran 49:13).
Viele stellen des Koran lassen sich in der Bibel in anderer Formulierung wiederfinden.
Allerdings wird im Koran auch vom Heiligen Krieg geschrieben, dem Krieg gegen die Ungläubigen. Auch Mohamed war ein Mann des Schwertes der eroberte und wen nötig mit waffengewallt kämpfte.


IV. Islam und Weltfrieden

Da in vielen Islamischen Ländern noch lange keine Modernisierung zu erwarten ist, muss man im Islam mit einem gewissen Gewaltpotential auch heute noch rechnen .Ohne Modernisierung keine Säkularisierung also keine Trennung von Staat und Kirche. Aber gerade an dieser Modernisierung sind viele Führer des Islams gar nicht interessiert. Islamisten und besonders islamische Fundamentalisten versuchen sozusagen ,die Entzauberung der Welt rückgängig zu machen; nicht mehr Wissenschaft, Technik und Rationalität sollen die dominierende Sicht der Dinge sein, sondern der Mensch soll sich wieder einer übernatürlichen, göttlichen Macht unterwerfen .Paradox erscheint dabei, dass sie in ihrem Kampf gegen den Westen sich dabei genau dieser modernen Wissenschaften und Techniken (Waffentechniken) bedienen. Streng gläubige Menschen die keine Möglichkeiten haben, aufgrund von mangelnden Informationen sich eine Objektive Sicht der Dinge verschaffen können, laufen immer Gefahr sich zum Werkzeug von extremistischen Führern machen zu lassen. Extremisten wie Osama bin Laden oder ein Sadam Hussain verstehen sich als religiöse Führer und verweisen oft auf die Islamische Geschichte und ihre Unterdrückung durch das Christentum und die Ausbeutung durch den Westen.
Solange es diese fundmentalistischen Ströme im Islam gibt ist mit einem Weltfrieden wohl nicht zu rechnen.

Abschließend möchte ich aber erwähnen, dass Alle Menschen, gleich welcher Religion sie angehören, gut daran tun, sich mit der Zweideutigkeit aller Religion selbstkritisch auseinander zu setzen. Religion kann segensreich wirken, aber auch zur Quelle von Fanatismus und Verderben werden. Religionen sind eben keineswegs in jedem Fall der Schlüssel zum Weltfrieden oder die Basis für ein Weltethos.


Dass auch die Geschichte des Christentums über weiter Strecken ein "Mischmasch aus Irrtum und Gewalt" (Goethe) war, sollte gerade jetzt nicht in Vergessenheit geraten. Auch das wahre Christentum" ist nicht immer mit seinen empirischen Erscheinungsweisen identisch. Und auch hier gibt es militanten Fundamentalismus.